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Jahresprogramm 2010

 

 

Landschaft im Wandel

Werke aus der Sammlung

6. Februar – 11. April 2010

Vernissage: Freitag, 5. Februar, 18.30 Uhr

 

Die Zersiedelung der Schweizer Landschaft schreitet unaufhörlich voran und erstreckt bis in die Alpentäler und in den Jura. Die „urbane Durchdringung“ macht sich in den Gebirgslandschaften bemerkbar. Aber auch die Beton- und Stahlkonstruktionen der alpinen Infrastrukturen verändern das Erscheinungsbild von Bergen und Tälern nachhaltig. Eindrücklich zeugen die Werke in der diesjährigen Sammlungsausstellung von diesen Veränderungen. Mit teilweise idyllischen, aber auch mit utopischen Darstellungen vom 19. Jahrhundert bis in die Gegenwart verbildlichen Kunstschaffende die Transformation, Evolution und das Verschwinden ganzer Landschaften. Ergänzt wird die Ausstellung mit weiteren Werken Reto Camenisch, Rainer Eisch, Christian Helmle, Monica Ursina Jäger und Reto Steiner. Mit Werken von Johann Ludwig Aberli, Bruno Augsburger, Emilienne Farny, Bendicht Friedli, Alfred Glaus, Vidya Gastaldon, Johannes Itten, Paul Klee, Max Matter, Otto Morach, Victor Surbek, Jakob Samuel Weibel, Niklaus Wenger, Marquard Wocher u.a.

 

 

Susan Hefuna – Bharti Kher – Fred Tomaselli:

Zwischen den Welten

1. Mai – 27. Juni 2010

Vernissage: Freitag, 30. April, 18.30 Uhr

 

Die Arbeiten von Susan Hefuna, Bharti Kher und Fred Tomaselli sind geprägt von einem Rückgriff auf kulturelle, traditionelle und religiöse Referenzen. Bharti Kher (*1969, Dehli und London) klebt indische Bindis direkt auf den Bildgrund oder auf Skulpturen. Susan Hefuna (*1962, Kairo und Düsseldorf) verwendet aus Holz geschnitzte, aus der arabischen Welt bekannte Mashrabiyas als Bild- und Wortträger und Fred Thomaselli (*1956, New York) hat vor allem in frühen Jahren Pillen und Marihuana-Blätter zu Collagen verarbeitet. Alle drei Kunstschaffenden entwickeln aus kleinformatigen Teilchen ornamentale Bildwelten zwischen Fiktion und Realität. Dank der Anwendung von Techniken wie Schnitzen, Kleben oder Collagieren werfen sie aber auch Fragen zum Verhältnis von Kunst und Handwerk auf. Das Kunstmuseum Thun zeigt als erste Schweizer Institution grössere Werkgruppen der drei international bekannten Künstler.

 

 

Utopie und Alltag. Zwischen Kunst und partizipativen Ansätzen

17. Juli – 5. September 2010

Vernissage: Samstag, 17. Juli, 10.30 Uhr mit Brunch

 

„Die Berufung auf den Alltag bleibt der Horizont jeder pädagogischen Untersuchung“ (M. Gadotti), so lautet der Ausgangspunkt für ein Experiment, an dem Künstler, lokale Gruppen und die Institution Museum mit Kuratorin und Kunstvermittlerin teilnehmen. Im gemeinsamen Prozess entstehen visuelle Untersuchungen, die sich in unseren Räumen des ehemaligen Grand Hotel entfalten. Ziel ist es, Denkanstösse zur Vermittlung von Kunst zu geben. Das Versuchslabor sucht eine Debatte der Beteiligten und des Publikums. Idee und Erstkonzept entstanden im Centre d’Art Contemporain in Genf, die bis Februar 2010 ihre Ergebnisse in einer Ausstellung zeigen. Das Kunstmuseum Thun übernimmt Idee und Fragestellungen von „Utopie und Alltag“ und interpretiert sie mit anderen Künstlern und lokalen Gruppen neu. Ein Archiv beleuchtet soziale, politische und ökologische Dimensionen von Kunst und Pädagogik.

 

 

John Wood & Paul Harrison: No beginning – No middle – No end

25. September – 28. November 2010

Vernissage: Freitag, 24. September, 18.30 Uhr

 

Die beiden britischen Künstler John Wood (*1969) und Paul Harrison (*1966) arbeiten seit 1993 zusammen. Sie sind bekannt für ihre filmischen Werke, beschäftigen sich aber auch mit Fotografie und Zeichnung. Meist sind es kurze Videoarbeiten, in denen sie Ernsthaftigkeit und Absurdität präzise verbinden. Ihre minimalistischen, skulpturalen, installativen und choreografierten Inszenierungen oszillieren zwischen Absturz, Kalkül und Zufall. Sie zielen aber immer auf die systematische Ordnung der Dinge. Kleine alltäglich Objekte oder Gesten erhalten in der anderen Umgebung ihrer Videos neue Funktionen und Konnotationen und damit etwas für den Betrachter Unvorhergesehenes und Unerwartetes. Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit IKON in Birmingham und Château Rochechouart in Limoges und wird für das Kunstmuseum adaptiert. Sie ist die einzige Einzelpräsentation des britischen Künstlerduos im deutsprachigen Raum.

 

 

Hofstettenstrasse 2010

Jahresausstellung der Künstlerinnen und Künstler aus der Region.

19. Dezember 2010 – 23. Januar 2011

Vernissage / Fest: Samstag, 18. Dezember, 17 Uhr

 

Das Kunstmuseum Thun präsentiert jährlich einen Überblick über das Kunstschaffen in der Region. Die Künstlerinnen und Künstler bewerben sich mit einer Werkdokumentation und machen konkrete Vorschläge, in welcher Form sie an der diesjährigen Ausstellung teilnehmen möchten. Anhand der eingereichten Dossiers wählt eine Jury, bestehend aus zwei auswärtigen Juroren (Künstler/in oder Kunstfachperson), zwei Jurymitgliedern aus der Region (Künstler/in oder Kunstfachperson) und

der Direktorin des Kunstmuseums Thun, eine Reihe von Werken aus, die in der Zeit vor und nach dem Jahreswechsel in einer kuratierten Ausstellung in den Museumsräumen zu sehen sind.

 

 

 

 

 

 

 

 


 

   
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